Geschichte
Die älteste bekannte Siedlung Finnlands befand sich in Renkomäki in Lahti. Die ersten Menschen haben sich vor 9000 Jahren in Finnland niedergelassen. Die älteste bekannte Siedlung befand sich in Lahti, bei Ristola in Renkomäki. Feuerstellen, Quarz und Feuerwerkzeuge sind in dem Gebiet gefunden worden.
Bei Ausgrabungen im Sommer 1998 wurde ein Messer aus Feuerstein von 7½ cm Länge gefunden. Es wurden auch mehr als 6000 Jahre alte Funde entdeckt, sowie auch aus der Eisenzeit aus dem 7. Jahrhundert.
Der Landrücken Salpausselkä
Der Landrücken Salpausselkä, der durch ganz Südfinnland verläuft, teilt Lahti entzwei. Im Süden gibt es die flachen Felder und Waldflächen aus Tonerde und nördlich des Salpausselkä beginnt die abwechslungsreiche Seenplatte Finnlands. Am See Vesijärvi entlang und über den Vääksy-Kanal kommen Sie bis nach Jyväskylä. Der Kalkkinen-Kanal bringt Sie bis nach Heinola.
Der Landrücken Salpausselkä hat sich vor 11.000 Jahren aus Erde gebildet, die vom Gletscher-Schmelzwasser mitgetragen wurde, als die Kontinentalgletscher etwa 250 Jahre lang aufhörten zu schmelzen. Die Spitze des Salpausselkä, bei Tiirismaa in der Nähe von Lahti, liegt 223 m über dem Meeresspiegel und 142 m über dem See Vesijärvi.
Schon seit 1923 werden auf dem Salpausselkä die Ski-Winterspiele ausgetragen. Diese Wettkämpfe sind immer noch ein großes nationales Ereignis in Lahti. Die Ski-Weltmeisterschaften wurden 1926, 1938, 1958, 1978, 1989 und 2001 in Lahti ausgetragen.
Der Landrücken Salpausselkä und seine umliegenden Gebiete bieten eine hervorragende Grundwasserversorgung. Das Grundwasser tritt an einigen Stellen an die Oberfläche und sorgt somit dafür, dass die Natur Lahtis so außerordentlich reichhaltig ist.
Das Dorf Lahti entwickelt sich zur Stadt
Lahti wurde zum ersten Mal 1445 schriftlich erwähnt. Damals gehörte das Dorf Lahti noch zur Gemeinde Hollola. Lahti war bereits im Mittelalter ein großes Dorf, was an seiner hervorragenden Lage an der Mündung der Wasserwege und der Kreuzung der Straßen lag. 1870 war Lahti ein typisches Dorf der Häme-Region, das auf der Straße zwischen Hämeenlinna und Viipuri (jetzt Vyborg in Russland) lag.
Als die Eisenbahnstrecke zwischen Riihimäki und St. Petersburg 1870 und der Vääksy-Kanal ein Jahr später eröffnet worden sind, regte sich das Leben im Dorf. Eine lange Zeit stand der Bahnhof am Hafen Vesijärvi in puncto Verkehr an zweiter Stelle in ganz Finnland.
Lahti brannte 1877 fast vollständig nieder, doch nur ein Jahr später erhielt Lahti die Rechte einer Marktstadt. Diese Rechte galten nur für das Zentrum des bewohnten Gebietes Lahtis, in dem damals nur etwa 200 Menschen lebten. 1878 wurde ein Rasterstadtplan im imperalistischen Stil genehmigt, der einen großen Marktplatz und breite Boulevards vorsah. Dieser Rasterstadtplan bildet immer noch das Grundgerüst des Stadtzentrums. Die meisten Gebäude sind flache Holzhäuser und grenzen an die Straßen.
Lahti ist seit den 80er-Jahren die Hauptstadt der Provinz Päijät-Häme. Der Marktplatz in Lahti zählte einst zu den Größten Finnlands und wurde Anfang 1875 eröffnet. 1905 erhielt Lahti das Stadtrecht. Zu dieser Zeit bot das Stadtgebiet Unterkunft für etwa 2800 Einwohner und über 8000 lebten im bewohnten Gebiet, das sich außerhalb der Stadt entwickelt hatte.
Da Lahti im Zentrum der Verkehrsanbindungen lag, entwickelten sich Industrien wie die Metall-, Glas-, Möbel- und Textilindustrie rasant schnell in der Stadt. In den 30er Jahren gab es auch eine starke Entwicklung der Lebensmittelindustrie. Durch die Angliederung neuer Gebiete in den Jahren 1924, 1933 und 1956 wuchs sowohl die Bevölkerungszahl als auch die Fläche Lahtis an. Besonders nach den Kriegen erlebte Lahti eine Zeit großen Wachstums, da es 10.000 Einwanderer aus Karelien aufnahm, nachdem das Gebiet an die Sowjetunion abgetreten wurde. Später dann, in den 60er und 70er Jahren, zogen viele Menschen aus dem Osten Finnlands im Zuge einer Massenbewegung zu. In der Stadt entstanden vollkommen neue Stadtteile.
Der Bauprozess in Lahti kann in klare Abschnitte unterteilt werden. Auf die einheitlichen Holzgebäude der Marktstadtphase folgte Anfang des 20. Jahrhunderts Jugendstil-/Art Nouveau-Architektur. Anfang der 30er Jahre begann eine Zeit aktiver Bauarbeiten, in der Gebäude errichtet wurden, die das Stadtbild dominierten und architektonisch wertvoll waren. Diese intensive Bauzeit fand ihren Höhepunkt Anfang der 70er Jahre und verlegte die Wohngebiete vom Stadtzentrum in die neuen Vororte. Zur gleichen Zeit wurde das Zentrum verdichtet, als sich das Geschäftsleben entwickelte.
In den 70er und 80er Jahren wurde Kultur und Bildung in Lahti durch den Bau eines Theaters, einer Bibliothek und einer Volkshochschule gefördert. Zur gleichen Zeit gründeten mehrere Universitäten Fachbereiche in Lahti.
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